Die Bevölkerung wächst. Laut Statistik Austria lebten 2001 in Österreich 8,032 Mio Menschen. 2017 waren es schon 8,772 Mio. Das ist ein Anstieg von 9,2%.

Entsprach der prozentuale Anteil der im Ausland geborenen Bevölkerung 2001 noch 12,5%, weist die Statistik 2017 einen Anteil von 18,9% aus. Das ist ein Anstieg von 51% und bedeutet, wir erleben eine ständige Zuwanderung und rund jeder 5. in Österreich Lebende, ist nicht hier geboren.

Uns liegt eine politische Diskussion fern. Uns geht es allein um das werbliche Potential, welches im Ethno Marketing schlummert.

Ein Großteil dieser Gruppe, rund 40%, ist auf Zuwanderung aus anderen EU Staaten, vorwiegend aus Deutschland, zurück zu führen. Die deutsche Mentalität ist unserer nicht gleich aber ähnlich. Anders sieht es mit anderen ethnischen Kulturen aus, wie zum Beispiel der Türkischen.

Der türkisch stämmige Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt bei etwa 3% (272.000). Aber wenn man Manuel Bräuhofer und Roxanna Yadollahi-Farsani, den Autoren von „Ethnomarketing in Österreich“ (ISBN 978-3-99015-006-1), Glauben schenken darf, liegt die Kaufkraft der nicht in Österreich Geborenen bei EUR 20 Mrd. Runtergebrochen auf die Bevölkerung mit türkischen Wurzeln bedeutet das ein Kaufkraftvolumen von EUR 3,7 Mrd oder EUR 13.605 pro Kopf.

Damit lässt sich schon was anfangen.

Große Marken haben diese Zielgruppe und Ethno Marketing längst für sich entdeckt – mit Recht. Rein statistisch fährt in Deutschland jeder 5. türkischstämmige ein Auto mit Stern. Aber nur einer von 17 Deutschen. Ergo, Sie werden in jedem Autocenter zumindest einen türkischen Verkäufer finden. Längst haben Billa, Spar, Merkur, etc. eigene Bereiche für ausländische Produkte eingegliedert. Beispiele wie diese gibt es unzählige. Viele Firmen haben bereits erkannt, dass es sich auszahlt diese Zielgruppe, die ein wenig anders tickt, und andere Kaufgewohnheiten aufzeigt, zu bedienen.

Aber nicht nur die Kauf- und Fahrgewohnheiten zeigen unterschiedliche Merkmale auf, auch die Mediennutzung ist eine andere. Fernsehen ist nach wie vor die beliebteste Art des Medienkonsums, um auf dem Laufenden zu bleiben – im Schnitt 3 Stunden am Tag. Konsumiert wird sowohl über das TV Gerät, aber zunehmend, der heutigen Zeit entsprechend, auch online.

Das türkische Fernsehen zeigt viele Soaps mit Herz und Schmerz. Viele türkische Sender können auch im europäischen Ausland empfangen werden. Einige Programme werden sogar extra für die türkischstämmige Bevölkerung in Europa produziert. Darin werden unter anderem Themen behandelt, die in den jeweiligen Ländern wichtig sind. Diese Programme werden ausschließlich durch Werbung finanziert.

Neben TV sind die Zeitungen, gedruckte wie online, die größten Informationsquellen – allen voran die Boulevard-Blätter Posta und Hürriyet sowie einige Zeitschriften. „Die Türken sind aufgeschlossen gegenüber Werbung. Vor allem bei Werbebriefen, im Internet und bei Printwerbung ist die Akzeptanz höher als bei den Deutschen.“ – summiert Dr. Holger Liljeberg, Geschäftsführer von LILJEBERG Research International.

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Quellen:

https://www.statistik.at/web_de/statistiken/index.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Ethno-Marketing

http://www.zeit.de/2002/44/200244_ethno-market.xml/komplettansicht

https://www.merkur.de/politik/mediennutzung-von-deutschtuerken-ein-tuerkischer-kommissar-reicht-nicht-8682437.html

https://diepresse.com/home/panorama/integration/655203/Medien_Oesterreichs-Tuerken-sehen-tuerkisch-fern

https://www.marktforschung.de/nachrichten/marktforschung/gesamttuerkische-grundlagenstudie-tv-dominiert-mediennutzung-in-der-tuerkei/