Die Auswirkungen der staatlichen Aktionen gegen Corona machen sich in allen Bereichen des wirtschaftlichen Lebens bemerkbar – auch in der Werbebranche. Unternehmen in der Reise- oder Einzelhandelssparte haben ihre Werbeausgaben komplett pausiert, während manche Unternehmen es vermeiden möchten neben negativen Schlagzeilen über Coronaviren ihre Anzeigen zu schalten und daher das Werbemedium wechseln.

Umso erstaunlicher ist es, dass das klassische E-Mail-Marketing gerade in dieser turbulenten Zeit als Gewinner hervorgeht. Drei Beispiele, die auf aktuellen Zahlen gestützt sind, werden das im Folgenden kurz verdeutlichen, bevor anschließend gezeigt wird, wie auch Ihr Unternehmen diese Dynamik in der Praxis umsetzen kann.

PowerInbox

PowerInbox, eine US-amerikanische Firma, die Unternehmen hilft ihren Newsletter zu monetarisieren, analysierte das veränderte Verhalten der Newsletter-Empfänger während der Corona-Krise. Die Analyse, der die Daten von mehr als 500 Newsletter-Kunden zu Grunde lagen, ergab, dass in der letzten März-Hälfte – die Zeit als sich die Krise verschärfte und die erste großen Sanktionen wirksam waren – ihre Kunden 24% mehr Einnahmen aus den E-Mail-Newslettern erzielen konnten, als in der erste Mai-Hälfte.

Dieses Ergebnis ist auf eine Kombination von einer erhöhten Öffnungsrate und einer erhöhten Klickrate zurückzuführen, welche wiederum auf den veränderten Tagesablauf und die veränderte Medienkonsumation der Leser während der Krise zurückzuführen ist.

Salem Web Network

Eine ähnliche Veränderung wurde vom Salem Web Network berichtet, einem Werbeunternehmen, das mehrere konservative Medienmarken betreibt. Auch hier wurde Ende März und Anfang April ein 11% Anstieg der Klickrate gegenüber dem vorhergehenden 30-Tage-Zeitraum beobachtet.

Obwohl durch Spendenaufrufe unterschiedlicher Organisationen auch das E-Mail-Volumen insgesamt zugenommen hatte, konnte der Trend der erhöhten Öffnungs- und Klickraten erstaunlicher Weise weiter beobachtet werden.

Seatle Times

Auch die Seatle Times kann einen ähnlichen Anstieg des Umsatzes durch E-Mail-Newsletter verbuchen. Laut Rob Schwertley, dem Leiter der Werbeabteilung der Zeitung, sah die Zeitung im März einen Anstieg der Einnahmen aus den Newslettern, auch wenn hier keine konkreten Zahlen nach außen kommuniziert werden. Dieser Anstieg ist auf einen großen Teil auf Eilmeldungen zurückzuführen, die per E-Mail an die Leser während dieses Zeitraumes ausgesendet wurden.

Überlegungen für die Praxis

Auch wenn es sich aktuell um eine Ausnahmesituation handelt, die das wirtschaftliche Leben in vielen Aspekten beeinträchtigt, stellt der Aufschwung der Newsletter-Werbung doch einen Hoffnungsschimmer am Horizont dar.

Das aktuell veränderte Medienkonsum- und -interaktionsverhalten der Leserschaft liefert ein Potenzial für Unternehmen, das längerfristig genutzt werden kann. Das Rezept dafür besteht darin, anstatt ausschließlich auf schnelle Direktverkäufe zu setzten, die Leser zu ermutigen, sich für einen qualitativ hochwertigen Newsletter zu registrieren und anzumelden. Der Newsletter wiederum wird zu einer neuen Gewohnheit im Alltag der Leser und kann selbst zu einem großartiges Konversionsinstrument für die Zukunft werden.

Vom Standpunkt der Aufmerksamkeit aus betrachtet sind E-Mails weniger überfüllt und daher auch weniger ablenkend als Webseiten. Obwohl auch Newsletter bis zu einem bestimmten Grad noch aufdringlich sind, machen sie es den Empfängern einfacher sie zu öffnen und zu lesen – insbesondere, wenn der Inhalt für die Leser eine hohe Relevanz und Qualität verspricht.

Möchten auch Sie für Ihr Unternehmen die aktuelle Situation für sich nützen und hochwertiges E-Mail-Marketing als neuen Vertriebskanal für Ihre Dienstleistungen und Produkte erschließen? Dann kontaktieren Sie uns doch einfach und wir finden gemeinsam heraus, welche Form des E-Mail-Marketings Ihr Angebot am besten unterstützen kann.